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Manchmal…

23 Sep

… ist einfach der Wurm drin. Heute hatte ich zwar nur 2 Stunden, aber die hätten nicht schlimmer laufen können.

5. Stunde, Klasse 7 – Wir üben für die morgige Klassenarbeit. Statt zuzuhören, Fragen zu stellen, mitzudenken und mitzuarbeiten, wird gequatscht, gealbert und gelacht. Alles Ermahnen hilft nicht. Ich überlege schon, die Übung abzubrechen und die Schüler ihrem Schicksal zu überlassen. Dich da ist auch unsere neue Fremdsprachenassistentin. Das erste Mal in meinem Unterricht, in dieser Klasse. Wie sieht das denn aus? Das Ganze ist schon unangenehm genug. So sind die eigentlich gar nicht. Und ich auch nicht. Normalerweise machen wir voll guten Unterricht zusammen. Aber heute nicht. Und dann starten ein paar Schüler auch noch einen Flashmob. Einfach so. Obwohl ich schon sauer bin und nur meckere. Was denken die sich dabei? Erst ermahnen sie sich gegenseitig („Wie blöd seid ihr eigentlich?“), dann flippe auch ich aus. Die letzten 15 Minuten laufen gut. Aber zufrieden geht keiner aus der Stunde.

In der Pause entschuldige ich mich erst bei der FSA, danach rede ich nochmal ein ernstes Wörtchen mit den Schülern (unter uns). Alle schauen betroffen drein. Die Klassenarbeit gibt es morgen natürlich trotzdem (oder jetzt erst recht?). Ob sie daraus lernen? Sich entschuldigen? Auch bessern? Wir werden sehen.

8. Stunde, Klasse 8 – Wir notieren gerade Grammatik. Ein Merksatz und 2 Beispiele sollen abgeschrieben werden. Die darauf folgende Übungsaufgabe steht auch schon an der Tafel. Als ich sehe, dass ein Schüler noch nicht fertig abgeschrieben hat, aber schon üben möchte, ermahne ich ihn. Er schreibt noch die Beispiele ab. Kurze Zeit später übt er selbstständig. Ich frage ihn, ob ich sehen kann, ob er jetzt richtig abgeschrieben hat. Er verweigert es mir. Wir diskutieren. Über das Schulgesetz, Rechte und Pflichten, den Lehrauftrag von Schule. Erst als ich richtig sauer und auch laut werde, gibt er mir den Hefter. Den Rest seiner Sachen nimmt er, trägt sie in die letzte Reihe, legt sie ab und setzt sich selbst in die Ecke auf den Fußboden. Während der Rest der Klasse mir Zuspruch gibt, dass das harte Durchgreifen bei ihm bitternötig war, schmollt er weiter bzw. tut so. Heimlich lacht er. Vielleicht denkt er, dass ich das nicht merke. Aber er findet es tatsächlich lustig.

Nach einem kurzen persönlichen Gespräch geht er wieder auf seinen Platz und arbeitet zu Ende. Doch seine Ergebnisse darf ich nicht kontrollieren. Er verweigert mir wieder den Blick in seinen Hefter. Diesmal ist es mir egal. Er will meine Hilfe nicht. Und ich mag nicht wieder kämpfen. Ein Fehler? Wie geht man mit solchen Situationen um? Auf jeden Fall suche ich demnächst das Gespräch mit dem Klassenlehrer.

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Verfasst von - 23. September 2016 in Allgemein

 

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