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Lost in Translation 

8. Klasse. Wir lesen kurze Texte über die USA und übersetzen sie. 

Satz: Guess what I found out about animals in the US!

„Was heißt „guess“?“

„Ratet mal, …“

„Äh, …“ (Schüler raten verschiedene Wörter)

„Nein, „ratet mal“!“

„Wie jetzt?“

„Na das heißt: „Ratet mal,…“.“

Alle prusten los und auch ich kann nicht mehr an mich halten.

„Das haben Sie doch mit Absicht gemacht!“

Ehrlich gesagt nicht, aber ich merk es mir für das nächste Mal. Dann kann ich das wenigstens bewusst nutzen. 😄

 
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Verfasst von - 19. August 2016 in Allgemein

 

Kreative Köpfe

Meine neuen Schäfchen sind echt der Knaller!

Deutschunterricht 

Thema: Gesprächsregeln

Problem: Klassenraumgestaltung – die Mädchen schlagen Pferdeposter und die Jungs Poster von Fußballspielern vor

Aufgabe: Lösungsfindung auf höfliche Art und Weise

Vorschlag von 2 Jungs: Wiese und Sonne als Wandbemalung und in der Mitte Thomas Müller auf einem weißen Schimmel

Ich sehe es bildlich vor mir! 😄

 
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Verfasst von - 17. August 2016 in Allgemein

 

Was war gleich das Problem?

„Es ist 12.10 Uhr. Mittagspause!“, freuen sich die Schüler meiner neuen 5. Nur einer ist noch verwirrt. Und ich dann auch.

„Wie spät ist es?“

„12.10 Uhr.“

„Wirklich?“

„Ja, es ist jetzt zehn nach zwölf.“

„Das kann nicht sein.“

„Doch, es ist zehn nach zwölf.“

„Sind Sie sich sicher?“

„Ja. Ganz sicher.“

„Wirklich?“

„Ja.“

„Es ist 12.10 Uhr?“

„Ja.“

Stille und ungläubige Blicke.

„12.10 Uhr?“

„Ja.“ (Was ist dein Problem???) „Kannst du nicht die Uhr lesen?“ (Schließlich hängt eine direkt über der Tür.)

„Doch, kann ich.“

„Und? Was sagt die Uhr?“

„12.10 Uhr.“

„Na siehst du.“

„Hm, ok.“ 

(Na endlich!)

„Aber es kommt mir noch gar nicht so spät vor.“

Uff…

 
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Verfasst von - 15. August 2016 in Allgemein

 

Erkenntnis

Kennt ihr diese Situationen, in denen ihr euch über euch selbst ärgert, weil ihr euch etwas fest vorgenommen, es dann aber vergessen habt, es in Eile nachholen müsst und dann funktioniert das alles nicht so, wie es sollte? Durch einen wichtigen Termin schafft ihr es dann aber nicht mehr, es fertig zu machen und müsst es auf unbestimmte Zeit verschieben?
Ich werde dann wirklich unausstehlich und lasse meine miese Laune an den anderen aus. Ich finde meinen inneren Frieden den ganzen Tag nicht wieder, bis ich das nicht endlich erledigt habe. Das ist eine große Schwäche von mir und bisher hatte ich noch keinen Weg gefunden, wie ich innerlich ruhiger werde und das einfach als gegeben hinnehme.

Gestern war wieder so ein Tag. Ich musste noch wichtige Dateien per E-Mail verschicken. In der Mittagspause dachte ich da gar nicht mehr dran und tat es meiner Tochter gleich: Ich schlief. Kaum war sie wach, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte die E-Mail vergessen. Schnell wollte ich es noch erledigen – Töchterchen kann auch mal fünf Minuten noch alleine im Bettchen spielen. Also Computer an, externe Festplatte dran und E-Mail schreiben. Schnell noch Anhänge von der Festplatte hochladen und – Was? Wo ist denn nur diese verdammte Datei hin, die die unbedingt benötigen? Das kann doch jetzt nicht wahr sein! Ich bin mir ganz sicher, dass die dort in dem Ordner war! Die kann doch nicht weg sein! Zehn mal mache ich jede einzelne Datei auf, aber nirgends ist das, was ich suche. Typisch! Hätte ich es in Ruhe in der Mittagspause gemacht, wäre die Mail schon lange raus und hätte noch an demselben Tag bearbeitet werden können. Hmpf…
Mein Männe holt in der Zwischenzeit das Töchterchen aus dem Bett und ich suche weiter. Erfolglos. Es ist wie verhext. Die Uhr tickt gnadenlos, wollten wir doch zum Krabbeltreff, weil unsere Kleine da so viel Spaß hat. Pünktlich würden wir es eh nicht mehr schaffen. Ich suche und suche und suche – vergeblich. Mittlerweile ist meine Laune auf dem Tiefstand und ich werde immer saurer auf mich selbst. Hätte, könnte, würde – das alles bringt mich zwar nicht weiter, aber die Gedanken kreisen trotzdem.
Böse auf mich selbst und Männe anpflaumend machen wir uns schließlich auf den Weg, ohne die Mail verschickt zu haben. Ich meckere ihn an, ich meckere sie an und der Tag ist dahin.

Wir schwingen uns aufs Fahrrad und da passiert es: Sie grinst mich an und freut sich über den Fahrtwind. Schon da waren die Sorgen vergessen. Völlig untypisch für mich dachte ich gar nicht mehr an diese doofe Mail und die doofe verschwundene Datei. Und meine Laune hob sich stetig: Sie spielt quietschvergnügt mit den anderen Babys und brabbelt die ganze Zeit lautstark vor sich hin. Sie lacht und freut sich über jede Kleinigkeit. Und das ist doch, worum es im Leben geht, oder? Was habe ich davon, mich den ganzen Tag über eine E-Mail zu ärgern?

Und natürlich war die Datei am Abend da, als Töchterchen im Bett lag und ich in Ruhe noch einmal die E-Mail fertig machte.

 
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Verfasst von - 27. Juli 2016 in Allgemein

 

Das leidige Abitur…

15. 12+3. Das sind die harten Fakten. Es hätte schlimmer kommen können, definitiv, aber das reicht mir auch. Zumal ich mit einer sich anbahnenden Erkältung kämpfe, die mich nach unseren vollen Vormittagsprogrammen (2x pro Woche in der Schule, 1x Babyschwimmen (toll, toll, toll!!!) und 1x DELFI) noch müder, träger und irgendwie auch hungriger macht, als ich eh schon bin. Dann die 2-3-stündige Mittagspause effektiv zu nutzen, braucht eine Menge Überwindung. 5 von den vorerst 12 Arbeiten habe ich schon geschafft. 👍🏻

Übrigens handelt es sich „nur“ um Zweitkorrektur. Alles andere wäre undenkbar im Moment. Ich beneide meine Kollegin – ebenfalls in Elternzeit, doch ihr Kind macht keinen Mittagsschlaf bzw. nur im Kinderwagen oder auf dem Arm – nicht. Da eine Kollegin im Vorruhestand abgesprungen ist, muss sie 15 Arbeiten erstkorrigieren! 

Ich bin noch immer fassungslos, dass das Land keine andere Lösung findet und uns so ausnutzt. Da muss man sich über die gestiegenen Burnout-Fälle und vorzeitigen Ruhestand nicht wundern…

 
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Verfasst von - 27. April 2016 in Allgemein

 

Lehrermangel und andere Horrorszenarien

Ich hatte mir alles sorgfältig überlegt. Immer, wenn meine Tochter schlief oder sich allein beschäftigte, geisterten die Gedanken ums nächste Schuljahr wild in meinem Kopf umher. Eine neue fünfte Klasse als Klassenlehrerin, eine Theater-AG und überhaupt viel kreativerer, abwechslungsreicherer, digitalisierter Unterricht (die vielen Papierberge hier müssen unbedingt schrumpfen – schon allein, damit ich nicht immer so viel schleppen muss und später nicht noch einmal eine Schwangerschaft aufs Spiel setze).

Nervös betrat ich schließlich das Büro des Schulleiters. Das Töchterchen war gut versorgt, eine Kollegin und gute Freundin nahm sich ihr an. Herzklopfen bis zum Hals, warum auch immer. Mein Schulleiter ist doch kein Monster. Waren meine Wünsche trotzdem zu viel verlangt?
Wunsch 1 sollte sowieso auch ohne mein Zutun erfüllt werden: Deutsch und Englisch in meiner Klasse, am besten auch noch Methodentraining. 12 Stunden die Woche – sehr viel, aber nur so kann ich eine gute Beziehung zu den Kindern aufbauen und auch kleinen und größeren Problemen meine ganze Aufmerksamkeit widmen.
Wunsch 2 stieß dieses Mal das erste Mal nicht auf eine unüberwindbare Mauer. Immerhin schaffte es mein AG-Wunsch in das Heftchen meines Schulleiters. Sonst hieß es immer, dass wir das auf unbestimmte Zeit verschieben. Seitdem habe ich mich schon mit 2 potenziellen Partnern in Form von Theaterpädagogen getroffen und Angebote eingeholt. Das entscheidende Gespräch steht aus. Ich hoffe, wir führen es, sobald der Abistress etwas abgeflaut ist.
Nachdem wir das geklärt hatten, plauderten wir noch etwas über dieses schreckliche Schuljahr. Mehrere Todesfälle und schwere Krankheitsfälle machten die Personalplanung alles andere als einfach. Vor allem den Englischbereich traf es hart, da sich auch noch 2 Kollegen (inklusive mir) in Elternzeit befinden. Bilanz: eine Teilzeit- und eine Vollzeitkraft für unsere 3-zügige Schule. Und dann fiel mein schicksalsschwerer Satz: „Wir hatten schon aus Spaß gesagt, dass ich per Skype unterrichte.“ Erst lachten wir beide darüber, doch schnell wurde mein Schulleiter ernst. „Ist das denn vorstellbar?“

Und so kam es, dass ich seit nunmehr einem Monat schon wieder 4 Stunden die Woche unterrichte. Nicht per Skype, sondern live und in Farbe. Um die kostenlose Kinderbetreuung hat sich mein Schulleiter gekümmert (innerhalb der Schule, damit ich zur Not immer gleich zur Stelle sein kann). Mir macht es riesig Spaß, die Elften zu unterrichten – ein perfekter Ausgleich, da ich geistig wieder etwas gefordert werde. Und meiner Süßen geht es damit auch sehr gut. Sie ist sehr fröhlich und aufgeschlossen, freut sich aber auch immer riesig, wenn ich nach anderthalb Stunden wieder da bin. Ich glaube, es tut uns beiden gut. Mir geht es damit besser und ich genieße die restliche Zeit noch intensiver mit ihr. Nur die Korrekturen sind echt anstrengend.

Ach, da war ja was. Abitur. Nachdem die Teilzeitkraft nun auch seit 4 Wochen krank ist, steht nur noch eine Lehrerin für die Korrektur der Englischabiturprüfungen zur Verfügung – Erst- und Zweitkorrektur. Und jetzt ratet mal, wer mithelfen soll. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, aber wir müssen schnell etwas aushandeln. Immerhin helfen meine andere Kollegin in Elternzeit und 1-2 Kollegen im Vorruhestand wahrscheinlich mit. Trotzdem bin ich wieder mal fassungslos, wie die Menschen in unserem Land verbraten werden. Auf die Elfer habe ich mich freiwillig eingelassen, weil es Spaß macht, aber Abi? Warum keine Fremdkorrektur? Warum keine Einstellung für die kurze Zeit? Oder generell, denn die Langzeiterkrankten kommen wahrscheinlich nicht wieder? Warum keine langfristigen Lösungen, die human sind?

 
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Verfasst von - 16. April 2016 in Allgemein

 

Unsere Schüler können mehr!

Als Lehrerin an eines Gymnasiums mit Schwerpunkt sehe ich mich immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert, wie unsere Schüler sind. Natürlich können sie nichts Anderes als das, was dem Schwerpunkt entspricht, und alle werden natürlich ein Studium oder eine Ausbildung in diese Richtung absolvieren. Das stimmt für die meisten, aber unsere Schüler können noch viel mehr! Und solange wir das auch immer wieder an die Öffentlichkeit bringen, habe ich Hoffnung, dass die Vorurteile abnehmen. Umso stolzer war ich, als auch ich einen Teil dazu beitragen konnte.

Im Februar nahm ich mit zwei 8. Klassen an einem Zeitungsprojekt teil. Unter anderem schrieben die Schüler hier auch eigene Zeitungsartikel über Themen, die sie interessieren. Diese konnten bei einem Wettbewerb eingereicht werden.

Schon vor 2 Monaten erfüllte es mich mit Stolz, dass mehrere Artikel meiner Schüler in der Printausgabe zu finden waren – hier landen nämlich nur die besten! Noch stolzer war ich aber, als mich dann im Mai ein Anruf erreichte, dass eine meiner Schülerinnen tatsächlich einen Preis gewonnen hatte! Ihr Artikel war unter den besten 7 Artikeln von mehr als 300 eingereichten Beiträgen. Wahnsinn! Noch bis heute kann ich es nicht glauben, obwohl die Gewinner mittlerweile ausgezeichnet und in der Zeitung präsentiert wurden.

Die Preisverleihung war vor allem für die Schüler aufregend. Ich durfte nicht verraten, wer gewonnen hat, sodass die Spannung zum Zerreißen hoch war.
Da standen 6 fremde Menschen vor der Klasse, plus Schulleiter und ich. Und natürlich freuten sich alle, besonders aber die Schülerin, über die Preise, u.a. Geld für die Klassenkasse (die es offiziell nicht mehr geben darf, aber das ist ein anderes Thema). Und sogar ich ging nicht mit leeren Händen nach Hause – obwohl ich bis heute der Meinung bin, dass mein Anteil nicht soooo groß war, um auch Geschenke zu verdienen.

Mein größtes Geschenk ist, dass ich es geschafft habe, unsere Schüler in der Öffentlichkeit, zumindest in der Zeitung, mal von einer anderen Seite zu zeigen. Denn in ihnen steckt viel mehr, als man von außen betrachtet glaubt. Nur nehmen sich zu wenig Menschen Zeit, mal hinter die Fassade und den Namen unserer Schule zu schauen.

 
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Verfasst von - 1. Juli 2015 in Allgemein

 

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